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Stadt & Land

Soft spots: spaces of collective relevance and urban potential

Das Projekt soft spots: spaces of collective relevance and urban potential in Hamburg untersucht die Bedeutung sozialer und urbaner Möglichkeitsräume in der Metropolregion Hamburg. soft spots spricht hier zwei Ebenen an: Einerseits sollen urbane Räume der Liminalität, also teils unter prekären Bedingungen existierende, schwer definierbare, zeitlich begrenzte, oder brach liegende Orte im Dazwischen untersucht und in ihre Weichheit und Offenheit als Möglichkeitsräume der Begegnung verstanden werden. Andererseits soll das Projekt unsere eigenen soft spots (engl.: having a soft spot for someone/-thing, dts.: Eine Schwäche haben für jemanden/etwas) für solche Orte freilegen, also uns die räumlichen, und auch sozialen Qualitäten vor Augen führen, und klar machen, dass solche Räume Ausdruck städtischer Kultur, Orte der Solidarität und Aushandlungen sind, die ein kollektives Bewusstsein für das Zusammenleben in der Großstadt formen und kultivieren, und uns die Notwendigkeit ihres Erhalts bzw. ihrer Stabilisierung aufzeigen. Die Forschung umfasst sowohl physische Räume als auch zugrunde liegende Systeme, durch die die Räume entstanden sind, aber auch das städtische Zusammenleben über die physische Grenzen hinaus fördern. Im Projekt werden soft spots in Hamburg als Orte der Koexistenz von Gegensätzen und Widersprüchen betrachtet, die Potentiale für soziale Kohäsion und Interaktion bieten und Möglichkeitsräume für eine gemeinwohl-orientierte Stadtentwicklung darstellen könnten, jedoch gleichzeitig oft von fehlenden monetären und zeitlichen Ressourcen, profit-orientierten Entwicklungsstrategien oder Abriss bedroht sind. Die momentäre Weichheit der Orte kann hier auf raum-zeitlicher Ebene, also als ein Prozess mit urbaner Relevanz über die jetzige Situation hinaus verstanden werden. In diesem Kurs wollen wir unsere Aufmerksamkeit den soft spots Hamburgs widmen. Wie können Räume, die zu flüchtig oder andersartig sind, um es in die kollektive Wahrnehmung relevanter öffentlicher Orte zu schaffen, sichtbar gemacht werden? Wie können Prozesse der Entstehung dieser Räume außerhalb ihrer physischen Form kartographiert werden, wie können die sozio-materiellen Netzwerke, die diese Räume ausmachen, explizit gemacht werden? Inwiefern hat der gebaute Raum Qualitäten dieser weichen Räume ko-produziert? Und welche impliziten Potentiale für die Räume selbst, aber auch den städtischen Kontext lassen sich erkennen und herausarbeiten? Schlussendlich fragen wir uns, wie kann ein architektonischer Entwurfsprozess auf das Wissen solcher Räume aufbauen, wie können wir von ihnen lernen?

Zum Lernangebot

Das erwartet dich

Der Kurs führt zu - vorerst - 18 mal mehr, mal weniger temporären und kulturell relevanten Orten in Hamburg. Anhand von Karten, Videos, Interviews, räumlichen Darstellungen und Bildmaterial werden diese „Soft Spots“ dokumentiert und analysiert. Die Teilnehmenden lernen scheinbar informelle urbane Zwischennutzungen als komplexe soziale, räumliche und kulturelle Systeme zu verstehen und ihre Bedeutung sichtbar zu machen.