Die Fragen aus der Studie im Unterricht
Abschnittsübersicht
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Um den Nachrichtennutzungstyp möglichst genau zu bestimmen, können die SuS in dieser Unterrichtsskizze die sieben Fragen der Studie beantworten. Die Antworten auf die Fragen können die SuS individuell auswählen, entweder digital oder analog als Arbeitsblatt. Im Anschluss könnt ihr über die verschiedenen Ergebnisse diskutieren.
Da es sich um die längste und genauere Variante handelt, mit mehreren Möglichkeiten, ist dieser Unterrichtsentwurf für ältere Schülerinnen und Schüler gedacht.
Alter: Mittel- bis Oberstufe
Vorwissen: Gedanken zum eigenen Nachrichtenkonsum
Dauer: 60 Minuten
Material: Arbeitsblatt oder Endgerät für Exceltabelle
Sozialform: Einzelarbeit & Plenum
Ziel: Reflektieren des eigenen Nachrichtenkonsums, Aufmerksamkeit und Interesse am zukünftigen Nachrichtenkonsum wecken
Vorbereitung: Arbeitsblätter verteilen oder Excel-Tabelle zugänglich machen
Durchführung: Die SuS beantworten die sieben Typisierungsfragen in der Excel-Tabelle oder auf dem Arbeitsblatt. -
Auswertung und Ergebnisse
Für den Fragebogen in Papierform gibt es auch eine Auswertung in Papierform:
Die Ergebnisse aus dem Fragebogen können die SuS in das Arbeitsblatt zur Auswertung übertragen.
Je häufiger eine Farbe ausgewählt wurde, desto eher passt der dazugehörige Nachrichtentyp zur Person. -
Fördert im anschließenden Plenum die Diskussion, warum ist bei manchen das Interesse größer als bei anderen? Wo informieren sich die Jugendlichen?
Hier die Beschreibungen der vier NachrichtentypenDiese Jugendlichen haben ein hohes Nachrichteninteresse, nutzen umfangreich journalistische Quellen, welche auch eine große Relevanz für ihr Meinungsbildungsverhalten haben. Nicht-journalistische Angebote haben eine geringe Relevanz für diesem Typ. Präferierte Themen sind Lokales & Regionales, Lustiges & Sonderbares sowie Umwelt & Natur, dabei nutzen sie verschiedenen Informationsquellen wie TV, Radio und Social Media (in dieser Reihenfolge). Allgemein sind Jugendliche dieses Typs politisch und gesellschaftlich gut informiert.Jugendliche dieses Typs haben ein geringes Nachrichteninteresse. Journalistische Quellen werden nicht genutzt und sind nicht relevant um sich zu informieren, gleiches gilt auch für nicht-journalistische Angebote. Wenn sie sich informieren, dann fast ausschließlich über Social Media: Influencer und Stars sind wichtige Akteure bei der Meinungsbildungsrelevanz. Jugendliche dieses Typs der Nachrichtenorientierung erwiesen sich in der Studie als politisch und gesellschaftlich nicht gut informiert.
Jugendliche, welche zu diesem Typ zählen, haben ein hohes Nachrichteninteresse: Sie nutzen journalistische und nicht-journalistische Angebote ähnlich umfangreich. Ihre Hauptinformationsquellen sind Social Media, Radio und TV. Neben Freunden und Familie bilden sie sich ihre Meinung durch Themengruppen und Foren sowie journalistische Nachrichtenmedien. Allgemein sind Jugendliche dieses Typs politisch und gesellschaftlich gut informiert.Jugendliche dieses Typs zeigen ein mittleres Nachrichteninteresse. Dabei spielen journalistische Quellen so gut wie keine Rolle: Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen ist niedrig, die Relevanz nicht-journalistischer Angebote dagegen hoch. Ihre Informationsquellen sind Social Media vor Aggregatoren und Podcasts.
(Ein News-Aggregator ist eine App, mit der Nachrichten-Feeds aus verschiedenen Quellen an einem Ort gebündelt werden. Zu potenziellen Quellen gehören beliebte Webseiten, Blogs, Podcasts sowie News-Feeds von Social-Media-Plattformen.) . Auch bei diesem Typ sind Familie und Freunde die wichtigsten Beteiligten der Meinungsbildungsrelevanz, dann folgen Influencer gefolgt von Themengruppen & Foren. Journalistischen Inhalten wird skeptischer begegnet als nicht-journalistischen Jugendliche dieses Typs sind politisch und gesellschaftlich nicht gut informiert. -
Mögliche Hausaufgabe
Alle SuS sollen sich ein aktuelles Thema aussuchen. Zu diesem Thema soll es min. zwei verschiedene Beiträge anschauen/lesen/hören und vergleichen. Mindestens ein Beitrag sollte aus den Medien sein, bzw. von einer öffentlichen Person. Unterschiede können sein: Meinung, Schwerpunkt, Darstellung, Länge, ...
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