Einführung
Was passiert, wenn strategische Prinzipien auf die Realität treffen?
Theoretisch klingt es einfach: Wir müssen einfach unsere Zielgruppen verstehen, passende Botschaften formulieren & geeignete Kanäle wählen, dann steigt auch die Teilnahme. Das wollten wir praktisch an der technischen Universität in Hamburg erforschen. Können wir mit einer Veränderung unserer Kommunikation, mehr Menschen zu Veranstaltungen rund um Diversität zur Teilnahme animieren? Dafür haben wir zwei Veranstaltungen an der TUHH geplant und die oben genannten Wirkhebel aufgeteilt, um eindeutige Zusammenhänge zu prüfen.
In Experiment 1 teilen wir die Universität in verschiedene Zielgruppen ein und passen den Einladungstext im Mailverkehr an, um herauszufinden, was passiert, wenn wir unsere Zielgruppen in der Universität unterschiedlich ansprechen. Nach einer Vorstellung der Datenlage und der Ergebnisse, geht es weiter in die Reflexion.
In Experiment 2 verschiebt sich unser Fokus vom Inhalt, hier erweitern wir unsere Kanäle und schauen im Anschluss darauf, welcher Kanal die meisten Anmeldungen generiert hat. Um die Ursächlichkeit der Anmeldungen auf den Kanal zu münzen, wird der Mailinhalt in diesem Experiment nicht verändert, sondern die Mail so formuliert, wie es an der TUHH üblich ist. Auch hier werden am Ende die Ergebnisse reflektiert, um dann im letzten Abschnitt dieses Lernangebots (Abschluss) Implikationen für die Zukunft zu erläutern.
In der Praxis greifen Kommunikationsinhalte und -kanäle eng ineinander.
Für unsere Experimente haben wir sie jedoch bewusst getrennt, um besser zu verstehen, welcher Teil der Kommunikation tatsächlich Wirkung zeigt, nämlich der Inhalt selbst oder der Weg, über den er vermittelt wird.
Lernziele
Nach Abschluss dieses Abschnitts kannst du …
- die Umsetzung strategischer Kommunikationsprinzipien an zwei TUHH-Experimenten nachvollziehen.
- typische Herausforderungen bei der Anwendung an realen Zielgruppen erkennen.
- die Wirksamkeit sowie die Grenzen von Kommunikation einschätzen.