Das oben gezeigte 3D-Modell ist natürlich eine vereinfachte Darstellung eines Teilchenbeschleunigers und eines Teilchenstrahls. Echte Beschleuniger sind deutlich größer und haben erheblich mehr Komponenten. Während die Visualisierung nur fünf Magnete zeigt, kann ein realer Beschleuniger Hunderte oder sogar Tausende von Magneten besitzen. Zusammen mit anderen Komponenten ist es keine Seltenheit, dass solche Anlagen Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende von Steuerparametern aufweisen. Gleichzeitig ist der geladene Teilchenstrahl in der Realität so klein, dass er mit bloßem Auge unsichtbar ist. Mithilfe dieser enormen Anzahl an Steuerparametern muss der winzige Teilchenstrahl über mehrere Kilometer Strahlrohr auf Genauigkeiten von wenigen Zehn Mikrometern kontrolliert werden. Zum Vergleich: Das entspricht etwa dem Versuch, eine Erbse von Hamburg nach München zu werfen und dabei ein Ziel in der Größe einer weiteren Erbse zu treffen. Hinzu kommt, dass Nutzer von Teilchenbeschleunigern immer anspruchsvollere experimentelle Setups verlangen, die eine noch präzisere Kontrolle des Teilchenstrahls erfordern.