Einführung
Warum vertrauen wir spontan manchen Menschen mehr als anderen? Warum bevorzugen wir Meinungen, die unsere bestätigen? Und wieso fühlen wir uns in einer Gruppe zugehörig? Dieses Modul erklärt zwei psychologische Mechanismen, die verständlich machen, warum es uns oft schwer fällt, inklusiv zu sein.
Unconscious Bias: unbewusste Denkverzerrungen, die einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unsere Entscheidungen ausüben.
Soziale Identität: das Gefühl von Gruppenzugehörigkeit, welches unser Selbst- sowie Fremdbild prägt und sich auf unser Verhalten auswirkt.
Zusammen erklären beide Begriffe, warum wir oft vorschnell urteilen und wie „Wir“- und „Sie“-Gefühle entstehen. Mit diesem Wissen kannst du Muster erkennen, die Exklusion fördern, aber auch lernen Strategien zu entwickeln, die fair und inklusiv sind.
Lernziele
Nach dieser Lerneinheit kannst du …
- erklären, was Unconscious Bias ist & wie Verzerrungen entstehen.
- typische Bias-Arten (z. B. Affinitätsbias, Halo-/Horns-Effekt) erkennen und an Beispielen erklären.
- Debiasing-Techniken benennen, die helfen, Entscheidungen bewusster und fairer zu gestalten.
- den Begriff soziale Identität definieren und ihre Wirkung auf Verhalten erklären.
- das Minimalgruppen-Experiment von Tajfel & Turner erläutern und daraus das Gefühl von Gruppenzugehörigkeit ableiten.