Video "Das Imaginäre der Stadt"
Dieser Kurzfilm versteht sich als Beitrag zur kulturwissenschaftlichen
Stadtforschung und illustriert, wie „Das Imaginäre der Stadt“ zum
Verständnis von Stadt beitragen kann. Am Beispiel der Stadt Marseille
bzw. anhand der Forschung des europäischen Ethnologen Daniel Tödt wird
illustriert, wie sich die Vorstellungswelten über eine Stadt
schrittweise kollektivieren und verdichten und langfristig zu einem
stabilen Imaginären einer Stadt werden können. Dabei schlagen sich diese
Vorstellungen, Bilder und Narrative in ganz verschiedenen kulturellen
Formaten wie z.B. in der Musik nieder. So macht der Film deutlich,
inwiefern die Musik der HipHop-Formation IAM aus dem Imaginären der
Stadt geschöpft und gleichzeitig das Bild der Stadt Marseille nachhaltig
geprägt hat.
Theoretische Konzepte wie das „Imaginäre der Stadt“ dienen
in den Kulturwissenschaften dazu alltägliche urbane Phänomene in ihrer
besonderen Dynamik und Qualität zu verstehen. Sie erklären die urbane
Welt nicht allumfassend, sondern liefern systematische Denkangebote, die
reale Welt argumentierend interpretieren zu können.