Hier geht es um Deine ganz individuelle Persönlichkeit als Journalist*in, um Deinen inneren Zustand und die Anwendung von Tools für Deinen beruflichen Alltag. Dich erwartet ein Feuerwerk an Tools, Inspirationen und Methoden, mit denen Du die Ansätze aus dem vorherigen Modul umsetzen kannst.
Es geht hier nicht darum, alle Tools diszipliniert durchzuarbeiten. Klicke darauf, was Dich anspricht, lass Dich inspirieren, probiere spielerisch aus, wäge ab und wähle am Ende die Tools, die gut zu Dir und Deiner Arbeit passen. Vor allem - nutze sie! Deine individuelle Sammlung speicherst Du auch hier am Ende wieder in Deiner News-Life-Balance ab, die sich im Laufe dieses Lernangebots bereits gut gefüllt haben müsste.
Warm-Up
Starten wir in dieses letzte Kapitel mit einem kurzen Warm-Up.
Genau, das Video ist kein echtes Interview, sondern ein Auszug aus dem fiktiven Spielfilm "Erste Liga" der Filmakademie Baden-Württemberg, aber durchaus realistisch.
Da wir hier nicht die Arbeit von Kolleg*innen vorführen wollen, haben wir uns für dieses fiktive Beispiel entschieden.
Hast Du Dir auch sofort die Frage gestellt: "Ist das Interview wirklich echt und ist so gelaufen?"
Ist es nicht interessant, wie wir Journalist*innen fast reflexartig Dinge kritisch hinterfragen? Was sind die Vor- und Nachteile daran?
Nimm Dir ein paar Minuten Zeit und notiere Dir Deine Gedanken dazu.
3. Frage Dich danach:
Angenommen, es wäre ein echtes Interview: Was ist das Ergebnis und der Gehalt einer solchen Art von Interview und was ist der Mehrwert seiner Veröffentlichung?
Inzwischen kannst Du differenziert einordnen, warum solche Situationen uns (immer häufiger) passieren, oder?
Empathie als Schlüssel
Im vorherigen Modul hast Du gelernt, dass der Journalismus auf einer Entwicklungsstufe stehengeblieben ist. Wir haben über die 3 Haltungsschäden - Negativität, Einseitigkeit und Zynismus - gesprochen und verstanden, dass sie grundlegende Ursachen für die aktuell herrschende Nachrichtennmüdigkeit sind. Und Du hast ebenfalls im letzten Kapitel neue Ansätze kennengelernt, mit denen wir Journalismus anders gestalten können und unsere festgefahrene Haltung als Journalist*innen erweitern können: Lösungsfokus, Perspektivenreichtum und Dialogorientierung.
All das unter der Stoßrichtung: Das was gut ist, erhalten und das was schädlich ist, reduzieren!
Wie geht das nun ganz konkret in deinem beruflichen Alltag? Wie können wir zum Beispiel die Situation aus dem obigen Filmbeispiel anders handhaben?
Um all das zusammenbringen zu können, haben wir einen zentralen Nenner gefunden:
Persepktivwechsel Empathie von Anke Gehrmann (CC BY-NC-ND)