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Abschnittsübersicht

  • Epilog: Woher weiß die Mathematik eigentlich, was richtig ist?

    Jetzt kann man natürlich unendlich lange darüber nachdenken und philosophieren und das für und wider diskutieren, ob diese beiden Listen also wirklich gleich unendlich groß sind. Diese Diskussion ist eine sehr wertvolle. Die Philosphie, die Mathematik, du und ich, können da auch heute noch auf verschiedene Antworten kommen.  

    Man sagt gerne, dass es in der Mathematik immer ein richtig oder falsch gibt. Vielleicht im Gegensatz zu anderen Fächern und Bereichen, wo doch vieles häufig im Auge des Betrachters zu liegen scheint.

    Doch warum ist es eigentlich so? Warum gibt es denn in der Mathematik ein richtig oder falsch? 

    Man kann das eigentlich ganz simpel sagen: In der Mathematik gibt es ein richtig oder falsch, weil sich die Mathematikerinnen das so definieren. Man kann sich das wirklich wie so ein großes Spiel vorstellen, an dem man am Anfang ein paar Spielregeln festlegt und alle die mitspielen, befolgen diese Regeln. Diese Regeln sind aber gerade immer so gemacht, dass es entweder eine richtige oder eine falsche Antwort geben muss. 

    Wenn die Mathematikerinnen dann auf eine Fragenstellung, eine Spielsituation sozusagen, stoßen, wo jetzt gar nicht klar ist, wer jetzt richtig liegt, dann schlagen die Mathematikerinnen gemeinsam das Regelbuch auf und schauen, ob man mithilfe der festgelegten Regeln, die Situation entscheiden kann.  Manchmal aber stellt man beim Spielen fest, dass eine gewisse Situation noch gar nicht entschieden werden kann. Und dann passiert auch in der Mathematik, was wir als Kinder auf dem Spielplatz gemacht haben: wir erfinden eine neue Regel. 

    Im Gegensatz vielleicht zum Spielplatz, müssen Mathematikerinnen dabei aber sehr aufpassen, dass diese neue Regel nicht im Widerspruch zu den schon aufgestellten Regeln steht. Und darin ist die Mathematik manchmal sehr kreativ und gewitzt.