Unsere Erfahrungen und Handlungsempfehlungen
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Für uns war es die erste Kampagne, die wir entwickelt haben. Unsere Erfahrungen möchten wir mit Euch teilen und ein paar Handlungsempfehlungen geben.
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Unsere Erfahrungen
Der größte Fehler war, unsere Audiospur recht spät im Prozess aufzunehmen. Erst nachdem wir sie fertig hatten und anfingen, mit ihr zu arbeiten, sind uns die Schwächen des Skripts aufgefallen: das Skript hatte sehr lange Sätze und zu viel Information. Es fühlte sich plötzlich an, als ob die Sätze nicht enden wollten, weshalb wir viel gekürzt haben und weg von der Vollständigkeit der Informationen gegangen sind. Im Endeffekt hat das dem Video gutgetan, aber wir mussten unser Storyboard der neuen Audiodatei sehr anpassen und die Hälfte der Szenen wurden ersetzt oder verändert.
Zudem hat sich Trello bei der Organisation und Kommunikation als sehr nützlich erwiesen, da wir das Board nicht nur für Deadlines benutzt haben, sondern auch als Sammelstätte für Graphiken und Skripte, die in Trello von allen Mitgliedern kommentiert werden konnten.
Zu Beginn der Gruppenarbeit war uns das Ziel der Kampagne noch nicht ganz klar, wodurch wir sehr viele Überlegungen in die falsche Richtung angestellt haben.
Wir filmten ca. die Hälfte unserer Szenen und merkten bei der ersten Ansicht unserer Bilder, dass die Qualität ungenügend war.
Zuerst einmal ist uns aufgefallen, dass die Erstellung der Kampagne deutlich zeit- und arbeitsintensiver war, als wir zu Anfang gedacht hätten.
Wir waren sehr froh, schon zu Beginn ein konkretes Konzept erarbeitet zu haben. Das Konzept hilft dabei, einen konkreten Produktions- und Zeitplan entwickeln zu können, wodurch der ganze Ablauf der Konzeption relativ geordnet und reibungslos vonstattengehen kann.
Des Weiteren wäre die Erstellung der Kampagne deutlich einfacher gewesen, wenn wir eine längere Einführung in die Schnittprogramme erhalten hätten. Besonders die Videoerstellung hat uns einiges an Nerven gekostet, da ständig etwas nicht so funktioniert hat, wie wir uns das gewünscht hätten.
Anfangs schien uns die Aufgabenstellung auch etwas zu schwammig, da keine konkreten Wünsche oder Vorstellungen formuliert waren. Letztendlich war das aber eine tolle Möglichkeit um kreativ zu werden und bot uns viel Freiraum für eigene Ideen.
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Unsere Handlungsempfehlungen
Arbeitsorganisation und Zeitmanagement
1. Nutzt eines der genannten Tools bei der Organisation und Kommunikation der Kampagne!
2. Nutzt das Tool nicht nur für Deadlines, sondern auch als Sammelstätte für Graphiken und Skripte!
3. Kommentiert diese Artefakte im Tool und stimmt euch so organisatorisch und inhaltlich ab!
4. Plant grundsätzlich mehr Zeit ein für die Medienproduktion (z.B. um Szenen aufgrund mangelhafter Qualität, fehlendem Licht etc. nachdrehen zu können)!
5. Plant insgesamt einen zeitlichen Puffer ein!
Auftragsklärung
1. Wenn es einen Auftraggeber / eine Auftraggeberin gibt, klärt zunächst den konkreten Auftrag und entscheidet, ob ihr den Auftrag annehmt:
- Sind konkrete Vorstellungen vorhanden?
- Könnt ihr diese Vorstellungen erfüllen?
2. Wenn der Auftraggeber / die Auftraggeberin keine Vorstellungen oder Wünsche formuliert, klärt den Umgang damit:
- Wollt ihr die kreative Freiheit für euch nutzen?
- Braucht ihr seine / ihre Vorstellungen? -> Gemeinsamer Workshop
3. Formuliert das Ziel der Kampagne!
4. Fangt erst an zu arbeiten, wenn alle im Team den Gegenstand der Kampagne wirklich verstanden haben!
Konzeption
1. Startet mit einem konkreten Konzept!
2. Nutzt das Konzept für die Erstellung eines konkreten Produktions- und Zeitplan!
3. Fokussiert auf eure Zielgruppe/n, z.B. durch die Arbeit mit Personas!
4. Richtet die Medienprodukte eurer Kampagne spezifisch auf eine Persona und ihre Bedürfnisse aus!
5. Traut euch, die Informationen im Skript möglichst kurz zu halten!
6. Plant nicht nur die Medienproduktion, konzipiert auch einen konkreten Redaktionsplan!
Medienproduktion und Produktionsprozess
1. Nehmt das gesprochene Skript möglichst früh im Prozess auf und nutzt die fertige Audiodatei als Grundlage für alle weiteren Schritte!
2. Wenn ihr Medien produziert, checkt zwischendurch die Qualität, nicht erst am Ende eines Produktionstages!
3. Nehmt euch Zeit oder holt euch Unterstützung bei der Einarbeitung in die Medienproduktionssoftware!
4. Berücksichtigt den Zeitfaktor und Aufwand bei der Entscheidung für ein Medium: die Produktion von Videos im Vergleich zu Fotos ist deutlich aufwändiger!
5. Berücksichtigt die Plattform, für die ihr hauptsächlich produziert, bei der Entscheidung für ein Medium: Nicht jedes Format eignet sich für jede Social-Media-Plattform!
6. Die Auswahl der passenden Musik ist ein wichtiger Baustein, da sie die komplette Wirkung eines Videos verändern kann!
7. Klärt alle rechtlichen Fragestellungen vor der Produktion!
- Persönlichkeitsrechte der Akteure
- Markenrecht für gezeigte Gegenstände
- Urheberrecht für verwendete Grafiken, Musik und andere Medien
Verschiedenes
1. Wenn ihr bzw. euer Auftragnehmer / eure Auftragnehmerin noch eine geringe Reichweite auf Social Media habt, fasst Paid Ads ins Auge!
2. Wenn möglich, legt für euren Auftragnehmer / eure Auftragnehmerin bzw. die Kampagne einen Business Account an, um für die Analyse der Wirksamkeit auf die Insights zurückgreifen zu können!
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