Bundes- und Landesebene: Deutschland und die Freie und Hansestadt Hamburg
Bundes- und Landesebene: Deutschland und die Freie und Hansestadt Hamburg
Bundesebene: die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
Die Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands bildet den zentralen Rahmen für die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen auf nationaler Ebene. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen integriert, und definiert konkrete Ziele in Bereichen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung, soziale Gerechtigkeit und globale Verantwortung. Wesentliche Elemente sind verbindliche Indikatoren zur Erfolgsmessung sowie regelmäßige Fortschrittsberichte, die eine wissenschaftlich fundierte Evaluation sicherstellen. Durch diesen strategischen Ansatz soll nachhaltige Entwicklung als Querschnittsaufgabe in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verankert und langfristig handlungsleitend gestaltet werden. Erstmals 2002 veröffentlicht, wurde die Strategie regelmäßig fortgeschrieben, zuletzt mit der Weiterentwicklung 2025 unter dem Titel: Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Die Transformationsbereiche (2025) lauten: Menschliches Wohlbefinden, Fähigkeiten und soziale Gerechtigkeit, Energiewende und Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltiges Bauen und Nachhaltige Mobilität, Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme und Schadstofffreie Umwelt
Landesebene: die Freie und Hansestadt Hamburg
Hamburgs Nachhaltigkeitsstrategie
Die Stabsstelle Nachhaltigkeit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft BUKEA koordiniert die Entwicklung der Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie, die sich an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen orientiert und bestehende Maßnahmen bündelt sowie weiterentwickelt. Der Beschluss durch den Senat ist für Ende 2026 geplant. Wissenschaft, organisierte Zivilgesellschaft und das 2018 gegründete Nachhaltigkeitsforum mit 34 Organisationen begleiten den Prozess und bringen Impulse für Politik und Verwaltung ein.
Die Berichterstattung zu Erreichung der SDG findet über ein digitales Tool statt; es gibt aber auch einen Zwischenbericht zur Zielerreichung.
Darüber hinaus erkennt die Freie und Hansestadt Hamburg die Bedeutung von Bildung für die Umsetzung von Nachhaltigkeit an und hat einen Masterplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung ins Leben gerufen.
Der Masterplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Der Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Hamburg legt fest, dass Hochschulen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung übernehmen. Sie sollen Orte sein, an denen Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch in Handlungskompetenz und gesellschaftliches Engagement übersetzt wird. Der Plan fordert, dass BNE „systematisch und strukturell in Lehre, Forschung, Betrieb und Governance verankert“ wird (S. 15 BNE Masterplan).
Hochschulen sollen zudem als Reallabore fungieren, in denen nachhaltige Zukunftsgestaltung praktisch erprobt werden kann. Besonders betont wird dabei die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit, partizipativer Lehrformate sowie die Stärkung gestalterischer Kompetenzen bei Studierenden. Der Masterplan zielt darauf, Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als Querschnittsthema im Hochschulalltag zu etablieren und fordert Hochschulen auf, eigene Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln und umzusetzen (S. 15 BNE Masterplan).