Skip to main content
Skip to - Close

1.4. Generative KI und Einsatzmöglichkeiten

Completion requirements
View

Generative KI hat sich in kurzer Zeit zu einem zentralen Werkzeug entwickelt, das kreative, kommunikative und analytische Aufgaben umsetzen kann. Es gibt aber auch Grenzen.

Generative KI (engl. generative AI) bezeichnet eine Klasse von Systemen, die neue Inhalte erzeugen können – etwa Texte, Bilder, Musik, Videos oder Programmcode. Grundlage sind meist sogenannte große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) oder multimodale Modelle, die mit riesigen Datenmengen trainiert wurden. Sie verfügen über beeindruckende Fähigkeiten zur Problemlösung und Ausdrucksgenerierung.

 

Übersicht über verschiedene generative Tools

Nachfolgend stellen wir Ihnen verschiedene generative Tools vor. Die meisten dieser Tools basieren in der Regel auf Machine-Learning-Verfahren und nutzen neuronale Netze, insbesondere die Transformer-Architektur. Sie analysieren statistische Muster in großen Text-, Bild- oder Tonkorpora und lernen daraus, passende Ausgaben auf neue Eingaben zu erzeugen. Dabei berechnen sie Wahrscheinlichkeiten – sie "verstehen" nicht im menschlichen Sinne, sondern wählen jeweils die wahrscheinlichste Fortsetzung eines Kontexts.

 

Generative KI-Textgeneratoren

 

Generative KI-Bildgeneratoren

 

Generative KI-Videogeneratoren

Wie kann der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Hochschullehre lernförderlich, verantwortungsvoll und kreativ gestaltet werden? 

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschullehre eröffnet neue Möglichkeiten für Lehren und Lernen – vorausgesetzt, er wird didaktisch durchdacht, kritisch reflektiert und kreativ gestaltet. Dabei geht es nicht nur darum, KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot technisch zu beherrschen, sondern vor allem darum, wie diese Technologien sinnvoll in Lernprozesse integriert werden können.

Lernförderlich wird der KI-Einsatz, wenn er Studierende bei der Entwicklung von Kompetenzen wie Problemlösen, wissenschaftlichem Schreiben oder kritischem Denken unterstützt – etwa durch den Einsatz von KI in Schreibwerkstätten, zur Analyse von Texten oder zur Simulation von Argumentationen.

Verantwortungsvoll bedeutet, ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen mitzudenken: Welche Daten werden verarbeitet? Wie transparent sind die Systeme? Wie kann KI so eingesetzt werden, dass Bildungsgerechtigkeit gefördert und kein Bias reproduziert wird? Strategische Leitlinien oder hochschulinterne Empfehlungen können dabei Orientierung bieten.

Kreativ wird KI, wenn sie zum Ausgangspunkt für neue Lehr-Lern-Formate wird – z. B. in spielerischen Szenarien, beim Erstellen eigener KI-Anwendungen oder im Rahmen von Projektarbeiten, in denen Studierende die Funktionsweise und Grenzen von KI aktiv erkunden.

👉 Unsere Ressourcen geben Ihnen praktische Anregungen und vielfältige Impulse – egal, ob Sie gerade beginnen oder Ihre bestehende Lehre mit KI weiterentwickeln möchten.

 

Anwendungsfelder im Hochschulbereich

Exemplarische Einsatzmöglichkeiten generativer KI-Tools sind:

Lehre

  • Erstellung von (interaktiven) Lehr-/Lernmaterialien und barrierefreien Inhalten

  • Erstellung von Übungs- und Prüfungsaufgaben inklusive geeigneter Distraktoren und Bewertungskriterien

  • Tutorielle Begleitung von Studierenden

Verwaltung

  • Automatisierte Textbearbeitung (z. B. Korrektur, Vereinfachung, Übersetzung)

  • Erstellung von Social-Media-Content oder Videonachrichten für die Öffentlichkeitsarbeit 

Forschung

  • Visualisierung und Kommunikation von Forschungsdaten

  • Aufbereitung von Modellen oder Prototypen

  • Unterstützung bei Literaturanalysen oder methodischen Fragen

Studium

  • Ideenfindung für Referate, Hausarbeiten oder Prüfungsaufgaben

  • Umformulierung eigener Texte oder sprachliche Überarbeitung

  • Hilfe beim Strukturieren komplexer Inhalte

 

 

Tipps für die Einführung im Hochschulkontext 

  • Klein starten: Pilotprojekte in einzelnen Fachbereichen initiieren und systematisch evaluieren

  • Kompetenz fördern: Schulungen und Fortbildungen zu Nutzungsszenarien einplanen

  • Wissen teilen: Hochschulinterne Netzwerke, KI-Werkstätten oder Austauschformate nutzen

  • Vielfalt stärken: Multimodale Tools gezielt in Inklusions- und Diversitätsstrategien integrieren

 

 

 

🎥 Videos (Vertiefung)

"KI in der Hochschullehre" – YouTube-Playlist (dghd)
Eine mehrteilige Videoreihe zur Integration und Reflexion von KI in der Lehre. Ideal für didaktische Anregungen und Beispiele aus der Praxis. 

 

🛠️ H5P-Workshops & -Tools (Vertiefung)

Nele Hirsch (eBildungslabor) ist Pädagogin, Bildungsaktivistin und Gründerin des eBildungslabors. Sie entwickelt zeitgemäße Lernangebote, die digital, offen, kreativ und partizipativ gestaltet sind. Ihr Ziel ist es, Bildung im digitalen Wandel inklusiv und zukunftsgerichtet zu denken. In ihrer Arbeit verbindet sie pädagogische Praxis mit einer kritisch-konstruktiven Perspektive auf digitale Medien, Open Educational Resources (OER) und gesellschaftlich relevante Themen wie Nachhaltigkeit oder Künstliche Intelligenz.

Im Folgenden haben wir zwei interaktive H5P-Ressourcen von Nele Hirsch direkt eingebunden:

  • KI-Eduhacks – Mit diesem Inhalt können Sie verschiedene Möglichkeiten erkunden, wie Sie KI-Technologie bei der Gestaltung von Lernangeboten nutzen können. 

  • KI-Internetquatsch – ein niedrigschwelliger Einstieg, der KI auf spielerische Weise erfahrbar macht. 

👉 Probieren Sie die beiden Angebote jetzt direkt hier im Kurs aus – und lassen Sie sich zum Mitdenken und Ausprobieren inspirieren!

 

 

 

 

💡 Lernzusammenfassung Kapitel 1.4: Generative KI und Einsatzmöglichkeiten

  • Generative KI erzeugt neue Inhalte: Sie produziert Texte, Bilder, Musik oder Code auf Basis von großen Sprach- oder multimodalen Modellen und berechnet statistisch die wahrscheinlichsten Ausgaben – nicht bewusst, sondern datengetrieben.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Hochschulbereich: Generative KI kann Lehre, Verwaltung, Forschung und Studium unterstützen – etwa bei der Erstellung von Lernmaterialien, Visualisierungen oder automatisierten Übersetzungen.
  • Verantwortungsbewusste Nutzung erforderlich: Datenschutz, Urheberrecht und Transparenz müssen bei generativen Tools in jedem Fall beachtet werden. Pilotprojekte, Fortbildungen und Erfahrungsaustausch fördern eine fundierte Einführung.
  • Gestaltungsspielräume verantwortungsbewusst nutzen: Gute Lehre mit KI bedeutet nicht nur KI einzusetzen, sondern sich mit den gesellschaftlichen, ethischen und bildungspolitischen Dimensionen auseinanderzusetzen – im Dialog mit den Lernenden.

 

Last modified: Friday, 24 April 2026, 8:55 AM