In dem Unterrichtsprojekt „Musik 2050" befassen sich die Schüler umfassend damit, wie sich in 30 Jahren Musik anhören könnte.
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Transkript
0.06 Wie klingt Musik in gut 30 Jahren? Wird Musik 2050 überhaupt noch von Menschen gemacht? Ein elfter Jahrgang an einer Hamburger Stadtteilschule hat sich mit diesen Fragen ganz praktisch auseinandergesetzt.
0.18 Ziel war es am iPad in Gruppen mit Hilfe des Programms Garage band eine solche Musikvision zu komponieren und bei Soundcloud zu veröffentlichen. Ich möchte den Blick auf die zwei Perspektiven Lernende und Lehrende lenken. Den Schülerinnen und Schülern kamen besonders der explorative
Charakter zu. Es wurde halt wenig erklärt, aber viel selber ausprobiert. Das Projektziel an sich war motivierend und der Prozess versprach einen hohen Anteil an Selbststeuerung. Innerhalb dieses Settings konnten die Schüler die eigenen Fähigkeiten einbringen. Während eine Schülerin ein Instrument gut beherrscht, singt der andere Schüler gut und der Dritte hat Erfahrung im Umgang mit der Software also Musikproduktion.
1.01 Für mich als Lehrender waren drei Ziele leitend. Zum einen Reflektionkompetenz. Die Schüler hören konzentriert Ausschnitte aus Musik der letzten tausend Jahre und leiten daraus Ideen für die eigene Musikvision ab. Sie können die Veränderung in der Musikästhetik beschreiben und diskutieren so als Kompetenz. Auch zu finden im Hamburger Bildungsplan der Sekundarstufe 2. Die Auswertung des Einsatzes von drei verschiedenen digitalen Werkzeugen in dem Musikunterricht.
1.37 Denn ich möchte das digitale Medien im Musikunterricht zunehmend eine größere Rolle spielen.
Drittens meine Schülerinnen und Schüler sollen gegenseitig ihre Stärken wahrnehmen. Gut ein instrument zu spielen, ist wichtig und hilfreich, aber viele Kompetenzen tragen zum Gelingen eines Musikunterrichts und zum Lernen über Musik bei. Nur vier Wochen also circa zehn Doppelstunden stand für das ganze
Projekt zur Verfügung.
2.01 Ich musste eine klare Vorstellung entwickeln, welche Phasen des Projekt zu durchlaufen hatte. Diese Phasen beleuchte und kommentiere ich in den Einzelvideos genauer. Zum einstieg vier Doppelstunden sollten die Schülerinnen und Schüler das Projektziel verstehen. In stark Lehrer gesteuerten Arbeitsphasen vollziehen sie Musik, ästhetische Rückblicke, kommentieren aktuelle Trends und nehmen veränderte
Spielweise bei den eigenen instrumenten wahr. Für den Kompositionspreis hatte die Lerngruppe sechs Doppelstunden zur Verfügung. Hilfreich war hier besonders eine Zwischenpräsentation bei der sich die verschiedenen Kompositionsgruppen Rückmeldungen gegeben haben.
2.40 Den Abschluss bildet die Veröffentlichung des Songs. Zuerst im Padletbereich der Lerngruppe und das Feedback der anderen Schüler und Schülerinnen in Bezug auf die visionäre Idee der jeweiligen Komposition. Eines meiner Ziele bestand darin den Einsatz digitaler Medien in Rückkopplung mit Schülerinnen und Schülern weiter zu entwickeln.
3.01 Hier gab es gerade in der Abschlussrunde natürlich auch digital geführt Hinweise, die auch in den weiteren Videos von den Schülerinnen und Schülern erörtert werden. So wurde der kooperative Aspekt der digitalen Medien hervorgehoben. Auch fiel es vielen Schülerinnen und Schülern leichter sich anonym an Mentimeterabfragen zu beteiligen. Digitale Medien scheinen also die Hemmschwelle zur Unterrichtsbeteiligung zu senken.
3.27 Ich möchte ermuntern sich anhand der Videos und des Materials mit der Idee dieser Einheit zu beschäftigen. Die digitalen Tools auszuprobieren und dann für den eigenen Unterricht nutzbar zu machen.