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Nudging

Abschlussbedingungen
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Viele Menschen wollen nachhaltig handeln, tun es aber nicht konsequent. Ein Erklärungsmodell bietet das Intention–Behaviour-Gap, das wir im Modul 2 besprochen haben. Das Problem ist selten ein Mangel an Wollen.

Es ist die Lücke zwischen Vorsatz und Kontext: Gewohnheiten, soziale Normen, Komfort, fehlendes Feedback, kognitive Verzerrungen, wie die Status-Quo-Verzerrung, bei der Menschen die bestehende Situation übermäßig stark gegenüber Veränderungen bevorzugen oder die psychologische Distanz, bei der unser Gehirn die räumlich oder zeitlich entfernteren Sachverhalte abstrakter und damit fehleranfälliger verarbeitet. 

Wenn wir Umgebungen so gestalten, dass nachhaltiges Verhalten der leichtere, sichtbare und sozial geteilte Weg ist, schließt sich die Lücke. Schritt für Schritt. Und dafür braucht es Anstupser.

Sogenannte Nudges setzen hier an: Sie machen die nachhaltige Option sichtbarer, bequemer, naheliegender. Und das ohne Zwang oder erhobenen Zeigefinger.

Nudging von Claudia Heinrich und Roos Kengen (CC BY-SA 4.0)

Nicht jedes Nachhaltigkeitsthema braucht den großen Masterplan. Manches braucht gute Standards, vieles braucht kleine Experimente und fast alles braucht ehrliche Rückmeldungen und gemeinsames Lernen.