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Warum brauchen wir die Kultur der Nachhaltigkeit?

Abschlussbedingungen
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Wir brauchen eine Kultur der Nachhaltigkeit, weil ein rein auf individuellen Lebensstil fokussierter Ansatz von nachhaltiger Entwicklung zu kurz greift. Die Agenda 2030 ist ein integratives Nachhaltigkeitskonzept.

Wie wir bereits im Modul über Komplexität gelernt haben, bedeutet ein integriertes Nachhaltigkeitskonzept, dass Aspekte der Nachhaltigkeit nicht getrennt betrachtet werden, sondern alle Ziele untrennbar miteinander verknüpft sind, Wechselwirkungen vorhanden sind und in gemeinsamer Verantwortung bearbeitet werden. 

Das bringt eigene Herausforderungen mit sich. Zielkonflikte und Widersprüche müssen aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen angegangen werden. Damit solche Kooperationen funktionieren, braucht es eine Kultur, die Zusammenarbeit tatsächlich ermöglicht und fördert.

Das 17. Entwicklungsziel „Partnerschaften zu Erreichung der Ziele: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen“ beschreibt genau diese Aufgabe einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele von Claudia Heinrich, Roos Kengen und Ellen Pflaum (CC BY-SA 4.0)

In diesem Abschnitt haben wir gezeigt, dass ein auf individuelle Lebensstile fokussierter Nachhaltigkeitsansatz zu kurz greift. Er übersieht die globale Verflechtung von Problemen und Lösungen und verfehlt damit die systemische Natur von Nachhaltigkeit als Gesamtzustand (vgl. Lecina 2019, Kap. 14 /Herlyn 55)