F. Chopin: Nocturne Es-Dur Op. 9 Nr. 2
F. Chopin: Nocturne Es-Dur Op. 9 Nr. 2
F. Chopin: Nocturne Es-Dur Op. 9 Nr. 2
Hubert Rutkowski, Prof. für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Im Vergleich: Pleyel /1841) / Steinway D (2022)
Der Komponist Frédéric Chopin liebte die Pleyel-Instrumente und war mit dem Chef der Manufaktur eng befreundet, sodass man davon ausgehen muss, dass diese Instrumente seinen Vorstellungen von Musik am ehesten entsprachen. Anders als bei Brodmann, aber doch seiner Klangphilosophie ihm nicht unähnlich zeichnen sich seine Instrumente durch einen sehr warmen Ton aus, der dem melodiösen Charakter der Musik Chopins sehr nahe kommt, wenn nicht sogar entspricht. Hinzu kommt die Leichtigkeit des Anschlages, die für die raffinierten Überleitungspassagen z.B. dem hier vorgestellten Nocturne sehr zugute kommt, weil man auf diese Weise die Unterschiede von Haupt- und Nebennoten sehr gut darstellen kann. Der Pianist Hubert Rutkowski vermittelt diese kompositorische Raffinesse durch seine hier vorgestellte Interpretation. Und gleichzeitig erkennt man, wie sehr Rutkowski versucht diese Idee auf einem modernen Steinway-Flügel wiederum nachzuzeichnen.
Hammerflügel Pleyel, Paris, 1847
Aus der Sammlung Musikinstrumente im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steinway&Sons D-274 mit harmonischer Dämpfung
Aufgenommen im Showroom Steinway & Sons Hamburg