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Verantwortung verstehen

Abschlussbedingungen
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Auf individueller Ebene prägt Verantwortung zunächst das persönliche Handeln im Alltag.

Ein zentraler Bezugspunkt für das Nachdenken über Verantwortung ist Hans Jonas ökologischer Imperativ, mit dem er die klassische moralphilosophische Fragestellung um die der langfristigen Folgen menschlichen Handelns erweiterte. In der Moralphilosophie versteht man unter einem Imperativ ein Handlungsgebot oder eine moralische Verpflichtung. Der bekannteste und bedeutendste Ansatz ist der Kategorische Imperativ von Immanuel Kant, der als oberstes Prinzip der Moral dient.

Philosophisch für ökologische Fragestellungen formulierte Hans Jonas 1979 die Pflicht, heute so zu handeln, dass auch zukünftiges Leben auf der Erde möglich bleibt.

„Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“

Lieblingsdenker der Klimabewegung - Philosoph Hans Jonas 

Als Lützerath geräumt wird, hält Luisa Neubauer ein Philosophiebuch in die Kameras: „Das Prinzip Verantwortung“ von Hans Jonas. Der Autor ist vor 30 Jahren gestorben. Wenn ihr in die Frage eintauchen wollt, warum sein Denken für die Klimabewegung so wichtig ist, hört in den hier verlinkten Podcast von Deutschlandfunk Kultur rein. 

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Dieses Prinzip erweitert Kants Ethik um die Verantwortung für fernere Folgen unseres Handelns. Verantwortung richtet sich auch auf das, was noch nicht eingetreten ist, auf künftige Generationen und auf die Bedingungen, die dauerhaft menschliches Leben auf der Erde ermöglichen. 

Hans Jonas’ Buch „Das Prinzip Verantwortung“ ist ein Symbol dafür, wie die Forderung nach Verantwortung für zukünftige Generationen in der Klimaschutzbewegung aufgegriffen wird.