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Ein Donut als Leitplanke?

Abschlussbedingungen
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Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was der Donut mit nachhaltiger Entwicklung zu tun hat! Darauf kommen wir gleich, im zweiten Teil dieses Abschnitts. Die natürliche Komplexität von Nachhaltigkeit führt dazu, dass viele Parameter und Größen aufeinander abgestimmt werden müssen. Und wenn wir auch vieles (noch) nicht wissen oder (noch) nicht entscheiden können, so gibt es doch eine Gewissheit: wir leben inmitten eines Klimanotstandes und die Dringlichkeit zum Handeln ist offensichtlich.

Das Modell der planetaren Grenzen

Das Modell der planetaren Grenzen gibt einen Rahmen, der uns dies bewusst werden lässt. Die Idee ist einfach: Die Erde hat einen sicheren Betriebsbereich. Innerhalb dieses Bereichs funktionieren Klima, Wasser, Böden, Ozeane und die Vielfalt des Lebens stabil. 

Die Donut-Ökonomie

Das Modell der planetaren Grenzen liefert die nicht-verhandelbaren ökologischen Leitplanken. Kate Raworth leitete daraus ein weiteres Modell ab, das die soziale Grenze mit diesen Leitplanken verbindet. Die Donut-Ökonomie beschreibt den „sicheren und gerechten Raum“ zwischen sozialem Fundament und ökologischem Deckel.

Wie hängt das mit den planetaren Grenzen zusammen? Die äußere Decke des Doughnuts baut direkt auf ihnen auf: Sie liefert die naturwissenschaftlichen Leitplanken. Die innere Basis lässt sich gut mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) fassen: keine Armut, gute Bildung, sauberes Wasser, weniger Ungleichheit usw. Der Donut verknüpft also „Was braucht der Mensch?“ mit „Was verträgt der Planet?“ in einem Bild.

Donut-Ökonomie von Claudia Heinrich und Roos Kengen (CC BY-SA 4.0)