Das Klimaparlament - eine Einführung
„Praktisch sind wir alle Konterrevolutionäre: Wir versuchen, die Folgen einer Revolution zu minimieren, die sich ohne uns, gegen uns und zugleich durch uns vollzogen hat.“
Bruno Latour, Kampf um Gaia
„Jede echte Hoffnung in der Krise wird von unten kommen müssen.“
Naomi Klein, Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima
Für das Klimaparlament sämtlicher Wesen und Unwesen stand der Soziologe Bruno Latour mit seiner Idee eines “Parlaments der Dinge” ebenso Pate wie der zunehmende öffentliche Diskurs über die Frage, ob der Natur nicht einklagbare “Rechte” analog der Menschenrechte zugestanden werden müssten.
Seit 2020 gehen wir den Fragen nach: „Was, wenn unsere Umwelt für sich selbst sprechen könnte, wenn also auch nicht-menschliche Wesen eine Stimme erhielten, um die Politik unseres Planeten mitzubestimmen? Was, wenn alle Wesen, die unser Klima beeinflussen, zu einer Beratung zusammenkämen? Worüber würden wir streiten und debattieren? Und welche konkreten Beschlüsse würden gefasst?“
In mehreren partizipativen Theaterprojekten (Hamburg 2020/2024, Frankfurt/Main 2022, Thessaloniki 2023), Workshops und seit 2025 auch in Form eines Spiels lädt das Klimaparlament dazu ein, mit allen Sinnen zu lernen, die Perspektive zu wechseln und spielerisch komplexe politische Fragen zu adressieren. Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, mit dem 1. Innovationspreis Soziokultur zum Thema Nachhaltigkeit 2022, sowie als „Projekt Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet von RENNnord 2021.
In diesem Artikel von Journalist in Residence Gerd Schild könnt ihr ausführlicher nachlesen, wie der Weg vom Theaterprojekt zum Lernspiel verlief.