Mobilitätsglossar
Mobilitätsglossar
Willst du genau wissen, was verschiedene Begriffe auf sich haben, so findest du hier die ausführlichen Erklärungen!
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R
RadverkehrMit dem Rad zu fahren, ist
nicht nur emissionsfrei, sondern auch platzsparend und
gesundheitsfördernd. Aber nicht überall ist es angenehm, Rad zu fahren.
Um viele Menschen von den Vorteilen des Radverkehrs zu überzeugen und
auch zu motivieren, es selbst zu tun, braucht es auch Investitionen in
sichere und komfortable Radwege.
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S
Siedlungsdichte und VerkehrsangeboteIn einer Stadt
wie Hamburg kann man die Wohnortabhängigkeit der Mobilität gut sichtbar
machen: Wer in der Neustadt, um die Alster oder in Altona wohnt, kann
bequem den #ÖPNV nutzen: U-Bahn-Linien, S-Bahn, Busse, sogar einige
Fähren sind öffentlich und haben tagsüber gute Takte. | |
U
UmweltverbundMit Umweltverbund werden alle
Verkehrsarten zusammengefasst, die Umwelt und Klima nicht oder nur sehr
wenig schaden. Dies sind Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV/ÖV. In Hamburg
ist es Ziel des Senates, dass bis 2030 80% aller Wege mit dem
Umweltverbund zurückgelegt werden.*
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V
VerkehrswendeVerkehrswende geht weiter als die Antriebswende: Das Ziel ist, Verkehr von umweltschädlichen
Verkehrsträgern wie dem Auto auf bessere Alternativen zu verlagern. Hier
sind alle Möglichkeiten im #Umweltverbund im Gegensatz zum Auto (fossil
oder elektrisch betrieben) deutlich besser. Wenn Klimaziele eingehalten
werden sollen, wenn die #vision zero (null Verkehrstote) Realität
werden und wenn der Platz in den Städten, der für Autoverkehr reserviert
ist, durch Grünflächen, Bäume und Radwege ersetzt werden soll, dann
hilft nur die Verlagerung von Wegen auf den Umweltverbund. Eine reine
#Antriebswende verschiebt das Problem nur. Außerdem gibt es weder
genügend Strom in Deutschland, um die 48 Millionen Autos durch E-Autos
zu ersetzen, noch eine ausreichende Ladeinfrastruktur. Dies müsste
alles erst in vielen Jahren/Jahrzehnten aufgebaut werden, was
volkswirtschaftlich und ressourcentechnisch auf keinen Fall sinnvoll
ist! | |
W
Wege und DistanzenIn der
Verkehrsforschung gilt die Fortbewegung einer Person von A nach B als
ein Weg. Wer morgens zur Arbeit, nachmittags wieder zurückfährt und
abends noch einmal ins Kino geht, legt vier Wege zurück. Aufgrund nichtnachhaltiger Siedlungsstrukturen sind die Wege-Distanzen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich länger geworden. Das bedeutet mehr Verkehr, mehr Straßen und mehr Abgase. | |
Z
Zersiedelung vs. urbane DichteIn einer Stadt wie Hamburg kann man die Wohnortabhängigkeit der
Mobilität gut sichtbar machen: Wer in der Neustadt, um die Alster oder
in Altona wohnt, kann bequem den #ÖPNV nutzen: U-Bahn-Linien, S-Bahn,
Busse, sogar einige Fähren sind öffentlich und haben tagsüber gute
Takte. Generell lässt sich Mobilität in dichten und gemischten Quartieren gut vereinbaren. #Siedlungsdichte kennen wir schon. | |
L
letzte MeileUnter “letzte Meile” (auch: erste Meile) wird die kurze Strecke
verstanden, die anfällt, wenn von einem Startpunkt losgegangen wird, um
zum Hauptverkehrsmittel zu kommen sowie auch der letzte zu überbrückende
Teil vor dem Erreichen des Zielpunktes. Das Konzept ist entscheidend,
um die Mobilitätsentscheidungen von Menschen diverser zu gestalten, da
die erste oder letzte Meile häufig eine Lücke im Verkehrsnetz darstellt.
Das Konzept ist sowohl für Logistikunternehmen von Bedeutung als auch
für die Planung von öffentlichen Verkehrsmittelnetzen. Mögliche umwelt-
und klimafreundliche Überbrückungen der ersten und letzten Meile sind zu
Fuß gehen, Car- oder Ride-Sharing, Fahrradfahren oder in bestimmten
Fällen die Einrichtung eines Shuttles | ||
R
ruhender VerkehrDer ruhende Verkehr ist im Gegensatz zum fließenden Verkehr jener, der geparkt, gehalten oder nicht fahrbereit ist. Was bedeutet das eigentlich für unsere Städte, für den Raum und für Planung? Der meiste ruhende Verkehr nimmt Straßenraum ein, der dann für andere Verkehrsteilnehmer:innen nicht mehr nutzbar ist. In Berlin z. B. gehen 58 % der Flächen an den motorisierten Individualverkehr, von dem 19 % nur ruht, also seinen Mobilitätszweck nicht erfüllt. Private Pkw werden durchschnittlich nur eine Stunde am Tag bewegt - 23 Stunden lang ruhen sie. Hier kommen nun Alternativen ins Spiel, die die Probleme des ruhenden Verkehrs auffangen können. Eine ist beispielsweise das Car-Sharing, da ein einziges Gefährt von unterschiedlichen Menschen gefahren wird und somit weniger stillsteht. Städte wie Kopenhagen haben zudem den ruhenden Verkehr mit der Reduzierung von innerstädtischen Parkflächen längst zurückgedrängt. Foto: In München
wurde ein Parkplatz einfach mit einem Gebäude überbaut. Ein einfaches,
aber leider viel zu seltenes Beispiel, wie man die Fläche für parkende
Autos sehr viel besser nutzen kann. | |
Ö
öffentlicher (Personennah-)VerkehrMit ÖPNV sind alle
allgemein zugänglichen Verkehrsmittel gemeint, die im Rahmen der
Gemeinde oder Gemeindeverbundes bzw. Verkehrsverbundes angeboten werden.
In Hamburg also S-Bahn, U-Bahn, Busse und Fähren. In vielen Städten
gibt es zusätzlich noch eine Straßenbahn, die in Hamburg in den 1970er
Jahren zugunsten des #MIV und des Bus- und U-Bahnnetzes aufgegeben
wurde. Regional- und Fernzüge der Deutschen Bahn zählen auch zum Öffentlichen Verkehr. | ||